Mittlerweile ist ja meine Tante Barbara und mein Cousin Johannes (der allerdings nicht der Sohn von Barbie ist) mit bei uns in Bethlehem, wir haben hier also ein richtig nettes Familientreffen hier.
Seit Montagabend sind sie da. Am selben Tag habe ich Ihnen die Geburtskirche gezeigt, bin tatsächlich schon ganz gut im "Fremdenführen". Am Dienstag haben wir dann einen Hammer-Tag Jerusalem gemacht und zehn Kirchen besichtigt! Volles Programm: Ölberg, Via-Dolorosa bis zu Grabeskirche und alles mitgenommen, was auf dem Weg lag... Am Abend waren wir dann aber auch fertig.
Mittwoch haben dann eine tolle Wanderung im Wadi David gemacht. Die Damen waren aber ziemlich schnell erschöpft, was aber auch an der Hitze des Augustes liegen konnte. Johannes und ich sind aber bis ganz nach oben gewandert. Das war eine richtig gute Leistung und hat richtig Spaß gemacht, auch in der sengenden Hitze. Zwischendurch haben uns noch Park-Ranger gestoppt und haben unsere Wasservorräte kontrolliert. Die haben wahrscheinlich auch keinen Bock, ständig kolabierte Touristen vom Berg runterzuholen.
Man muss sich eine massive Felswand vorstellen, die direkt vom Toten Meer aufsteigt und oben die judäische Wüste beginnen lässt. Das Wadi ist eine Art Canyon, der sich mit steilen Wänden in die Felswand hineinfrisst. Dabei gibt es von oben nach unten einen Höhenunterschied von etwa 400-500 Metern. Und wir sind halt ganz nach oben geklettert.
Als wir wieder unten waren, haben wir noch im Meer gebadet, bzw haben etwas im Wasser esessen, weil schwimmen kann man ja eh nicht in der Salzlake. Wenn die Fotos online sind, könnt Ihr sehen, WIE braun ich schon geworden bin ;-)
Heute war noch Mal Jerusalem auf dem Programm, wir haben die Klagemauer besichtigt, bei der jede Menge Bar Mitzwas gefeiert wurden, den Felsendom und die "Al Aksa Moschee", das jüdische Viertel (Sehr leckere Falafel zur Stärkung) und Yad VaShem.
Das Holocaust-Mahnmal ist immer wieder erschütternd. Wir waren mehrere Stunden in der Geschichtsabteilung, wo die Shoa von mittelalterlichem Antisemitismus bis zur Wiederansiedlung in Palästina erklärt wird. Nirgendwo sonst wird einem das Grauen der Vernichtungslager so nahe gebracht wie dort.
Ich war jetzt das zweite Mal dort und bin immer noch genauso getroffen wie beim ersten Mal.
Das müssen wir jetzt erstmal verarbeiten...
Donnerstag, 16. August 2007
Montag, 13. August 2007
Jerusalem, Kirche und Kneset
Freitag war der Feiertag der Muslime, Samsag war Shabbat und heute ist der heilige Tag der Christen. Verteilt sich ganz gut...
Wir waren zum Gottesdienst in der der Erlöser-Kirche in Jerusalem, eine der größten und eindrucksvollsten Kirchen der Stadt, vor Allem auch auf Grund ihrer Schlichtheit. Relativ neu wurde sie erst Anfang des letzten Jahrhunderts vom Deutschen Kaiser erbaut. Naja, nicht von ihm persönich, Ihr wisst schon...
Ein Abendmahl in Jerusalem einzunehmen ist schon etwas sehr besonderes.
Gestern waren wir ja im angeschlossenen Kreuzgang, der quasi eine grüne Oase in der kalksteinfarbigen Innenstadt darstellt und haben da einem fantastischen Bläserquintett gelauscht, die eine Auswahl jüdischer Komponisten zum Besten gaben.
Die jerusalemer Gemeinde ist zwar nicht groß, aber dafür wird sie immer wieder durch Touristen und Pilger ergänzt, was zu einer sehr ausgewogenen Mischung führt. So etwas ist man aus einer deutschen Kirche auch nicht gewohnt.
Danach kauften wir uns einen frisch gepressten Orangensaft und spazierten etwas über die Dächer der Altstadt, bevor wir uns aufmachten, der Kneset einen Besuch abzustatten. Der Regierungsitz Israels ist dem alten Tempel nachempfunden und trotzdem nicht prunkvoll. Der Eintritt ist frei, man muss jedoch (natürlich) durch einen heftigen Securitycheck. Wobei, der Reichstag ist ja auch ziemlich tough gesichert. Allerdings stehen bei uns keine mit M16 bewaffneten Soldaten vor der Tür.
Wir haben eine gute, sogar kostenlose Führung bekommen. Besonders interessant fand ich das große Triptychon von Marc Chagall, das zwar ebenfalls von der Führerin besprochen wurde, für mich als Kunsistoriker jedoch zu kurz kam.
Nach diesem religiös-politischen Programm stärkten wir uns mit einem sehr leckeren Kosher-Burger (kommt trotzdem nicht an einen Fabi-Burger ran) in Ein Kerim, dem Naherholungsgebiet im Westen Jerusalems. Das ist wirklich sehr faszinierend: Auf der Ostseite der jerusalemer Hügel ist die sengende judäische Wüste, auf der Westseite liegen kanadische Wälder. Die Vegetation ändert sich hier massiv innerhalb von nur wenigen Kilometern. Man muss dazu aber auch sagen, dass manche Historiker die Aufforstung und Urbarmachung des Landes als eine der größten Kulturleistungen der Menschheit betrachten.
Auf jeden Fall war es sehr angenehm, nach der Hitze des Tages und dem Wüstenklima von Bethlehem (und besonders nach dem fetten Burger) einen kleinen Waldspaziergang zu machen.
Als wir dann den Checkpoint zurück nach Bethlehem passierten, kam es noch zu einer sehr amüsanten Episode, als der ältere Palästinenser im Wagen vor uns seinen Pass und seine "Permission" in einen Trichter warf, der in das Wachhäuschen hineinführte, dann anfing wild zu gestkulieren und zu lamentieren, schließlich ausstieg und erst mit den Fingern, später mit einem aus dem Kofferraum geholten Schraubenzieher versuchte, seinen verklemmten Pass ins Innere zu befördern. Schließlich verschwand auch der Schraubenzieher in dem Schlitz, was zu weiteren Gefühlsausbrüchen des Mannes beitrug. Doch nach einiger Zeit öffnete sich die Hitertür des Häuschens und eine hübsche Soldatin überreichte dem älteren Herrn feierlich seinen Pass und seinen Schraubenzieher.
Wir waren zum Gottesdienst in der der Erlöser-Kirche in Jerusalem, eine der größten und eindrucksvollsten Kirchen der Stadt, vor Allem auch auf Grund ihrer Schlichtheit. Relativ neu wurde sie erst Anfang des letzten Jahrhunderts vom Deutschen Kaiser erbaut. Naja, nicht von ihm persönich, Ihr wisst schon...
Ein Abendmahl in Jerusalem einzunehmen ist schon etwas sehr besonderes.
Gestern waren wir ja im angeschlossenen Kreuzgang, der quasi eine grüne Oase in der kalksteinfarbigen Innenstadt darstellt und haben da einem fantastischen Bläserquintett gelauscht, die eine Auswahl jüdischer Komponisten zum Besten gaben.
Die jerusalemer Gemeinde ist zwar nicht groß, aber dafür wird sie immer wieder durch Touristen und Pilger ergänzt, was zu einer sehr ausgewogenen Mischung führt. So etwas ist man aus einer deutschen Kirche auch nicht gewohnt.
Danach kauften wir uns einen frisch gepressten Orangensaft und spazierten etwas über die Dächer der Altstadt, bevor wir uns aufmachten, der Kneset einen Besuch abzustatten. Der Regierungsitz Israels ist dem alten Tempel nachempfunden und trotzdem nicht prunkvoll. Der Eintritt ist frei, man muss jedoch (natürlich) durch einen heftigen Securitycheck. Wobei, der Reichstag ist ja auch ziemlich tough gesichert. Allerdings stehen bei uns keine mit M16 bewaffneten Soldaten vor der Tür.
Wir haben eine gute, sogar kostenlose Führung bekommen. Besonders interessant fand ich das große Triptychon von Marc Chagall, das zwar ebenfalls von der Führerin besprochen wurde, für mich als Kunsistoriker jedoch zu kurz kam.
Nach diesem religiös-politischen Programm stärkten wir uns mit einem sehr leckeren Kosher-Burger (kommt trotzdem nicht an einen Fabi-Burger ran) in Ein Kerim, dem Naherholungsgebiet im Westen Jerusalems. Das ist wirklich sehr faszinierend: Auf der Ostseite der jerusalemer Hügel ist die sengende judäische Wüste, auf der Westseite liegen kanadische Wälder. Die Vegetation ändert sich hier massiv innerhalb von nur wenigen Kilometern. Man muss dazu aber auch sagen, dass manche Historiker die Aufforstung und Urbarmachung des Landes als eine der größten Kulturleistungen der Menschheit betrachten.
Auf jeden Fall war es sehr angenehm, nach der Hitze des Tages und dem Wüstenklima von Bethlehem (und besonders nach dem fetten Burger) einen kleinen Waldspaziergang zu machen.
Als wir dann den Checkpoint zurück nach Bethlehem passierten, kam es noch zu einer sehr amüsanten Episode, als der ältere Palästinenser im Wagen vor uns seinen Pass und seine "Permission" in einen Trichter warf, der in das Wachhäuschen hineinführte, dann anfing wild zu gestkulieren und zu lamentieren, schließlich ausstieg und erst mit den Fingern, später mit einem aus dem Kofferraum geholten Schraubenzieher versuchte, seinen verklemmten Pass ins Innere zu befördern. Schließlich verschwand auch der Schraubenzieher in dem Schlitz, was zu weiteren Gefühlsausbrüchen des Mannes beitrug. Doch nach einiger Zeit öffnete sich die Hitertür des Häuschens und eine hübsche Soldatin überreichte dem älteren Herrn feierlich seinen Pass und seinen Schraubenzieher.
Samstag, 11. August 2007
200 Meter unter dem Meer
Wir haben uns heute recht früh auf den Weg gemacht um mit der ollen Rumpelkiste meiner Mutter den Weg durch die Wüste von Herodion zum Toten Meer zu finden. Dazu sind wir alerdings von Norden, bzw aus Richtung Jericho gekommen, da so die Strecke einfacher zu finden ist. Die Judäische Wüste ist in ihrer Wildheit und Zerklüftung immer wieder faszinierend. Ich könnte Stundenlang mit 15Kmh über die Piste zuckeln und den Anblick der tausend verschiedenen Ockertöne genießen. Leider endete unsere Entdeckungstour viel zu früh, da wir sonst in ein militärisches Manövergebiet geraten wären. Damit muss man hier immer rechnen.
Stattdessen sind wir zurück gen Jericho gefahren und haben diese Stadt besichtigt, die mit etwa 10.000 Jahren eine (wenn man den Schildern im Ort glauben kann, sogar DIE) älteste aller Städte ist.
Und nebenbei liegt sie auch knapp 200 Meter unter dem Meeresspiegel. Schon ziemlich verrückt, wen man sich das klar macht...
In der Stadt waren wir sehr lecker arabisch essen, es gab Shish-Kebab mit Houmus und diversen Salaten, in einem Ambiente, dass mich irgendwie an einen stürmischen Tag an der Atlantikküste erinerte. Daran waren wohl die ungelogen 10! Deckenventilatoren und 6! Klimanalagen in dem Raum schuld!
Danach haben wir einen Jagdpalast eines arabischen Fürsten aus dem Jahre 700 besichtigt, zumindest das, was davon noch übrig war. Für Archäologen ist dieses Land das Paradies...
Wir wollten dann noch auf den Berg der Versuchung, doch 110 Schekel waren uns doch zu teuer für den Lift. Und fürs Laufen war es schon zu spät. Vielleicht holen wir das nach.
Jetzt sind wir wieder zu Hause und bereiten uns vor am Abend noch in ein Konzert in der Erlöserkirche in Jerusalem zu besuchen.
stay tuned...
Stattdessen sind wir zurück gen Jericho gefahren und haben diese Stadt besichtigt, die mit etwa 10.000 Jahren eine (wenn man den Schildern im Ort glauben kann, sogar DIE) älteste aller Städte ist.
Und nebenbei liegt sie auch knapp 200 Meter unter dem Meeresspiegel. Schon ziemlich verrückt, wen man sich das klar macht...
In der Stadt waren wir sehr lecker arabisch essen, es gab Shish-Kebab mit Houmus und diversen Salaten, in einem Ambiente, dass mich irgendwie an einen stürmischen Tag an der Atlantikküste erinerte. Daran waren wohl die ungelogen 10! Deckenventilatoren und 6! Klimanalagen in dem Raum schuld!
Danach haben wir einen Jagdpalast eines arabischen Fürsten aus dem Jahre 700 besichtigt, zumindest das, was davon noch übrig war. Für Archäologen ist dieses Land das Paradies...
Wir wollten dann noch auf den Berg der Versuchung, doch 110 Schekel waren uns doch zu teuer für den Lift. Und fürs Laufen war es schon zu spät. Vielleicht holen wir das nach.
Jetzt sind wir wieder zu Hause und bereiten uns vor am Abend noch in ein Konzert in der Erlöserkirche in Jerusalem zu besuchen.
stay tuned...
Freitag, 10. August 2007
Hebron
Heute habe ich mit meiner Mutter Hebron besichtigt und das war echt eine ganz intensive Erfahrung. Hebron ist eine der größeren Städte im palästinensischen Autonomie-Gebiet und der Ort, an dem Abraham begraben liegt. Da dieser ja der Stammvater der Juden ebenso wie der Araber ist, gibt es hier einen besonders starken Gebietskonflikt.
Die aktuelle Situation ist die, dass sich radikale jüdische Siedler mitten in der Altstadt dieser von ca 60.000 Palästinensern bewohnten Stadt eingenistet haben. Allerdings nicht vertikal sondern horizontal. Diese Stadt besteht aus 2 Etagen, unten leben die Palästinenser, während sich etwas über 100 Siedler die oberen Etagen der Häuser zu eigen gemacht haben. Diese sind durch Stacheldraht und Stahltore von den darunterliegenden arabischen Wohnungen getrennt, selbst die Checkpoints befinden sich auf den Dächern der Häuser. Zwischen den Straßen sind Netze gespannt, weil die Siedler sich all ihren Mülls mit einem Wurf auf die Straße entledigen, und die Araber es satt hatten, ständig davon getroffen zu werden.
Wir wurden von einer Frau, die im Rahmen eines Frauenprojektes bestickte Stoffe in ihr Haus in der Altstadt eingeladen. Alle Türen sind geöffnet und verschweißt, damit die IDF (Israelian Defence Force) jederzeit reinkann um Kontrollen durchzuführen. Wir standen auf ihrem Dach und um uns rum war alles vollerStacheldraht, da direkt nebenan die jüdische Siedlung beginnt. So was habe ich echt noch nicht gesehen. Und nicht nur, dass diese Siedler durch ihre "Siedlung" sich nicht gerade beliebt machen, haben sie heute auch nur knapp von der IDF daran gehindert werden können, Tiere in eine Moschee zu treiben. Diese Leute wollen den Krieg, dass ist unfassbar.
Wir wollten eigentlich auch das Grab Abrahams besichtigen, da es aber in einer Moschee liegt (Außer am Sabbat, da ist es eine Synagoge für die "Siedler") und es außerdem Zeit des Freitagsgebetes war, wurden wir von israelischen Soldaten abgewiesen. Für Nicht-Araber ist es dann zu gefährlich (angeblich). Auf dem Rückweg wurden wir dann noch von einem netten Palästinenser, der mal in Deutschland studiert hat angesprochen und zum Kaffee zu ihm nach Hause eingeladen. Das war wirklich sehr nett und vor Allem nicht so aufdringlich wie es sonst der Fall ist. Dort haben wir auch Abu Zacharia kennengelernt, seinen Vater, der sein über 50 Jahren Touristenführer in der Abraham-Moschee ist. So komt man zu Kontakten. Wenn ich das nächste Mal nach Hebron komen sollte, werde ich die Special-Führung durch die Moschee bekomen. Solange ich nicht am Freitag oder Samstag komme ;-)
Auf dem Rückweg sind wir an dem großen Al-Aroub-Flüchtlingslager vorbeigekommen in dem seit dem 6Tagekrieg '67 mehrere Tausend palästinenser leben. Wenn man sich jetzt aber ein verwahrlostes Camp mit zelten und Baracken vorstellt, liegt man falsch. Hier ist alles voller neuer, teilweise sehr prächtiger Häuser, nur eben hiner Stacheldraht. Die Leute die hier leben, könnten schon seit Jahrzehnten irgendwoanders ihr Haus bauen, aber warum sollten sie? Die UN bezahlt ihnen hier: Nahrung, Medizinische Versorgung, Strom, Wasser und sogar Telefon!! Warum sollten also all die Ärzte und Händler und andere bereits wohlhabenden Palästinenser das aufgeben? Die UN hält die Camps künstlich am Leben. Nicht zu vergessen ist auch die politische Komponente, das Druckmittel, das mehrere Tausend "Flüchtlinge" Israel gegenüber darstellen.
Diese Eindrücke sind in der Tat sehr verwirrend und ich hatte viel Zeit darüber nachzudenken, während wir immer wieder an israelischen Kontrolposten warten mussten.
Die aktuelle Situation ist die, dass sich radikale jüdische Siedler mitten in der Altstadt dieser von ca 60.000 Palästinensern bewohnten Stadt eingenistet haben. Allerdings nicht vertikal sondern horizontal. Diese Stadt besteht aus 2 Etagen, unten leben die Palästinenser, während sich etwas über 100 Siedler die oberen Etagen der Häuser zu eigen gemacht haben. Diese sind durch Stacheldraht und Stahltore von den darunterliegenden arabischen Wohnungen getrennt, selbst die Checkpoints befinden sich auf den Dächern der Häuser. Zwischen den Straßen sind Netze gespannt, weil die Siedler sich all ihren Mülls mit einem Wurf auf die Straße entledigen, und die Araber es satt hatten, ständig davon getroffen zu werden.
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| Die 2 Etagen von Hebron |
Wir wurden von einer Frau, die im Rahmen eines Frauenprojektes bestickte Stoffe in ihr Haus in der Altstadt eingeladen. Alle Türen sind geöffnet und verschweißt, damit die IDF (Israelian Defence Force) jederzeit reinkann um Kontrollen durchzuführen. Wir standen auf ihrem Dach und um uns rum war alles vollerStacheldraht, da direkt nebenan die jüdische Siedlung beginnt. So was habe ich echt noch nicht gesehen. Und nicht nur, dass diese Siedler durch ihre "Siedlung" sich nicht gerade beliebt machen, haben sie heute auch nur knapp von der IDF daran gehindert werden können, Tiere in eine Moschee zu treiben. Diese Leute wollen den Krieg, dass ist unfassbar.
Wir wollten eigentlich auch das Grab Abrahams besichtigen, da es aber in einer Moschee liegt (Außer am Sabbat, da ist es eine Synagoge für die "Siedler") und es außerdem Zeit des Freitagsgebetes war, wurden wir von israelischen Soldaten abgewiesen. Für Nicht-Araber ist es dann zu gefährlich (angeblich). Auf dem Rückweg wurden wir dann noch von einem netten Palästinenser, der mal in Deutschland studiert hat angesprochen und zum Kaffee zu ihm nach Hause eingeladen. Das war wirklich sehr nett und vor Allem nicht so aufdringlich wie es sonst der Fall ist. Dort haben wir auch Abu Zacharia kennengelernt, seinen Vater, der sein über 50 Jahren Touristenführer in der Abraham-Moschee ist. So komt man zu Kontakten. Wenn ich das nächste Mal nach Hebron komen sollte, werde ich die Special-Führung durch die Moschee bekomen. Solange ich nicht am Freitag oder Samstag komme ;-)
Auf dem Rückweg sind wir an dem großen Al-Aroub-Flüchtlingslager vorbeigekommen in dem seit dem 6Tagekrieg '67 mehrere Tausend palästinenser leben. Wenn man sich jetzt aber ein verwahrlostes Camp mit zelten und Baracken vorstellt, liegt man falsch. Hier ist alles voller neuer, teilweise sehr prächtiger Häuser, nur eben hiner Stacheldraht. Die Leute die hier leben, könnten schon seit Jahrzehnten irgendwoanders ihr Haus bauen, aber warum sollten sie? Die UN bezahlt ihnen hier: Nahrung, Medizinische Versorgung, Strom, Wasser und sogar Telefon!! Warum sollten also all die Ärzte und Händler und andere bereits wohlhabenden Palästinenser das aufgeben? Die UN hält die Camps künstlich am Leben. Nicht zu vergessen ist auch die politische Komponente, das Druckmittel, das mehrere Tausend "Flüchtlinge" Israel gegenüber darstellen.
Diese Eindrücke sind in der Tat sehr verwirrend und ich hatte viel Zeit darüber nachzudenken, während wir immer wieder an israelischen Kontrolposten warten mussten.
Jerusalem und Herodion
Es ist echt so eine Art Nach-Hause-Kommens für mich, wieder hier in Bethlehem zu sein. Nachdem ich letztes Jahr einen Monat ier war, ist mir nun alles so vertraut. Ich kann mich noch erinnern, wie fremd mir am Anfang alles vorkam und wie "normal" es mir jetzt erscheint, wobei es doch ein ganz und gar andere Welt ist.
Ich habe mich jetzt erstmal etwas an das Klima gewöhnt, wobei es nicht so heiß ist, wie ich erwartet habe. Pünktlich zu meiner Ankunft ist der Herbst hier ausgebrochen. Die Sonne brennt aber immernoch heftig und das gleißende Licht ist ohne Sonnenbrille fast unerträglich.
Am Mittwoch haben wir den gigantischen Checkpoint Bethlehem und die Mauer passiert und sind nach Jerusalem gefahren. Dort haben wir in der s.g. "German Colony" einen Spaziergang durch die belebte Einkaufsstraße gemacht, was icht nur wegen der grünen Vegetation einen eftigen Kontrast zum palästnensischen Bethlehem darstellt und Eis gegessen. Am Abend waren wir dann noch im großen Kunst-Center von Jerusalem und waren dort im Kino. "Irina Palm" war der einzige Film nicht auf hebräisch und war wirklich eine Entdeckung. Hat mir sehr gut gefallen.
Am Freitag haben wir das etwas kühlere Wetter (Wind vom Mittelmeer) genutzt, auf den Herodion zu steigen. Einen küstlichen Berg zwischen Bethlehem und dem toten Meer, auf den König Herodes einen Palast, eine Festung und ein Monument in Einem errichtete. Mittlerweile wurde auch sein Grab dort gefunden, dies ist aber Touristen noch nicht zugänglich. Gut gefallen haben mir das Tunnelsystem, dass in den Berg gegraben wurde während des Bar-Kochba-Aufstandes gegen die Römer und vor Allem der unglaublich weite Blick auf dieses von hier oben betrachtet so friedliche Land. Erst mit dem Fernglas waren all die Zäune zu erkennen, mit denen es durchzogen ist.
Es ist spannend hier...
Ich habe mich jetzt erstmal etwas an das Klima gewöhnt, wobei es nicht so heiß ist, wie ich erwartet habe. Pünktlich zu meiner Ankunft ist der Herbst hier ausgebrochen. Die Sonne brennt aber immernoch heftig und das gleißende Licht ist ohne Sonnenbrille fast unerträglich.
Am Mittwoch haben wir den gigantischen Checkpoint Bethlehem und die Mauer passiert und sind nach Jerusalem gefahren. Dort haben wir in der s.g. "German Colony" einen Spaziergang durch die belebte Einkaufsstraße gemacht, was icht nur wegen der grünen Vegetation einen eftigen Kontrast zum palästnensischen Bethlehem darstellt und Eis gegessen. Am Abend waren wir dann noch im großen Kunst-Center von Jerusalem und waren dort im Kino. "Irina Palm" war der einzige Film nicht auf hebräisch und war wirklich eine Entdeckung. Hat mir sehr gut gefallen.
Am Freitag haben wir das etwas kühlere Wetter (Wind vom Mittelmeer) genutzt, auf den Herodion zu steigen. Einen küstlichen Berg zwischen Bethlehem und dem toten Meer, auf den König Herodes einen Palast, eine Festung und ein Monument in Einem errichtete. Mittlerweile wurde auch sein Grab dort gefunden, dies ist aber Touristen noch nicht zugänglich. Gut gefallen haben mir das Tunnelsystem, dass in den Berg gegraben wurde während des Bar-Kochba-Aufstandes gegen die Römer und vor Allem der unglaublich weite Blick auf dieses von hier oben betrachtet so friedliche Land. Erst mit dem Fernglas waren all die Zäune zu erkennen, mit denen es durchzogen ist.
Es ist spannend hier...
Dienstag, 7. August 2007
Nächster Reiseabschnitt
So, ich bin jetzt gut in Bethlehem angekommen und freue mich, nach über einem Jahr endlich meine Mutter mal wieder zu sehen!
In Madrid hatten wir ein gemütliches Doppelzimmer im Los Amigos Hostal (Nahe der Oper, kann ich empfehlen) und haben uns ein wenig von der recht strapaziösen Nachtfahrt nach Madrid erholt. Dort haben wir auch Kata, eine Freundin von Ina getroffen, mit der sie im Anschluss noch im Norden Spaniens campen wird.
Madrid ist devinitiv eine Reise wert und man sollte sich für diese Stadt ruhig ein paar Tage Zeit nehmen. Kaum zu glauben, dass Spanien noch bis vor 30 Jahren faschistisch war...
Am Abend gabs dann noch auf dem großen Marktplatz Placa Mayor ein Konzert des west-östlichen Divans unter der Leitung von Daniel Barenboim. Leier hat uns da ein Gewitter die Show etwas vermasselt. Aber nach den derben 47° in Sevilla fand ich das gar nicht mal so schlecht...
Den Montag haben wir dann gemütlich im Madrider Stadtpark "Retiro" rumgegammelt und Eis gegessen.
Der Abschied kam dann viel schneller als uns lieb war und so trennten sich unsere Wege in einer Madrider Metrostation. Ina geht nach norden und macht noch bis 31. August Spanien unsicher, bei mir ging es erstmal nur zum Flughafen.
Der ist auch einigermaßen riesig aber gut beschildert. Der Flug nach London und dann weiter nach Tel Aviv war ganz relaxt, insbesondere das Video-on-demand-system auf dem 2 Flug. Habe mir Shrek3 und Disturbia angesehen. Shrek fand ich bis auf ein paar eige Szenen recht entäuschend, hat viel von seinem bösen Humor verloren. Disturbia ist ein remake von "Ein Fenster zum Hof", aber echt gut gelungen.
In Israel haben mich die Interviewer dann doch rausgezogen und ich musste ewig lang erklären, was ich in Israel will, was meine Mutter macht, was ich mache, wie ich mir den Urlaub leisten kann, ob ich Jordanier kenne etc...
Jetzt bin ich aber gut angekommen und war schon mit Margit in der Stadt, sind in die Geburtskirche gegangen und auf den Markt und jetzt machen wir gefüllte Paprikaschoten. Auf die hab ich mich schon seit Tagen gefreut!
Also ich werd jetzt essen, bis bald!
In Madrid hatten wir ein gemütliches Doppelzimmer im Los Amigos Hostal (Nahe der Oper, kann ich empfehlen) und haben uns ein wenig von der recht strapaziösen Nachtfahrt nach Madrid erholt. Dort haben wir auch Kata, eine Freundin von Ina getroffen, mit der sie im Anschluss noch im Norden Spaniens campen wird.
Madrid ist devinitiv eine Reise wert und man sollte sich für diese Stadt ruhig ein paar Tage Zeit nehmen. Kaum zu glauben, dass Spanien noch bis vor 30 Jahren faschistisch war...
Am Abend gabs dann noch auf dem großen Marktplatz Placa Mayor ein Konzert des west-östlichen Divans unter der Leitung von Daniel Barenboim. Leier hat uns da ein Gewitter die Show etwas vermasselt. Aber nach den derben 47° in Sevilla fand ich das gar nicht mal so schlecht...
Den Montag haben wir dann gemütlich im Madrider Stadtpark "Retiro" rumgegammelt und Eis gegessen.
Der Abschied kam dann viel schneller als uns lieb war und so trennten sich unsere Wege in einer Madrider Metrostation. Ina geht nach norden und macht noch bis 31. August Spanien unsicher, bei mir ging es erstmal nur zum Flughafen.
Der ist auch einigermaßen riesig aber gut beschildert. Der Flug nach London und dann weiter nach Tel Aviv war ganz relaxt, insbesondere das Video-on-demand-system auf dem 2 Flug. Habe mir Shrek3 und Disturbia angesehen. Shrek fand ich bis auf ein paar eige Szenen recht entäuschend, hat viel von seinem bösen Humor verloren. Disturbia ist ein remake von "Ein Fenster zum Hof", aber echt gut gelungen.
In Israel haben mich die Interviewer dann doch rausgezogen und ich musste ewig lang erklären, was ich in Israel will, was meine Mutter macht, was ich mache, wie ich mir den Urlaub leisten kann, ob ich Jordanier kenne etc...
Jetzt bin ich aber gut angekommen und war schon mit Margit in der Stadt, sind in die Geburtskirche gegangen und auf den Markt und jetzt machen wir gefüllte Paprikaschoten. Auf die hab ich mich schon seit Tagen gefreut!
Also ich werd jetzt essen, bis bald!
Sonntag, 5. August 2007
Reise-Update
Endlich mal wieder Internet!
Wir hatten bis jetzt einen soo tollen Urlaub und haben soo viel gemacht und gesehen, dass fuer Internet quasi keine Zeit blieb. Daher jetzt mal eine Zusammenfassung unserer bisherigen Reise:
23. Juli: Erster Tag in Spanien. Wir haben bei Inas Eltern und Geschwistern im Bungalow mitgewohnt, was sehr spassig war: 4 kleine Baelger zwischen 9 Jahren und 9 Wochen. Strandtag in der Naehe von Marbella. Wunderbar endlich mal wieder im Meer zu schwimmen, besonders bei etwas Seegang!
24. Juli: Familienausflug im grossen Van nach Ronda, einer uralten, kleinen Stadt, die auf 2 Felsplateaus gebaut wurde, die durch eine gewaltige Steinbruecke mit einander verbunden sind.
25. Juli: Ina und ich haben unseren Mietwagen (Ford Fiesta, blau, genannt "El Felipe") abgeholt und sind nach Gibraltar gerauscht. Haette nicht gedacht, dass dieser Felsen diese enormen Ausmasse hat. Ausserdem ist er komplett ausgehoelt und zur Festung ausgebaut. Drumherum ist eine nette englische Kleinstadt mit einer netten kleinen Fussgaengerzone. Mit roten Telefonzellen, Briefkaesten und Bobbies. Unser Abstecher nach Grossbritannien. Danach an der Kueste Andalusiens lang bis zu einem Campingplatz an einem wunderbaren Sandstrand mit gigantischer Duene, wo wir den abend badend verbrachten.
26. Juli: Weiterfahrt zur aeltesten Stadt Westeuropas: Cadiz! Dort Wiedervereinigung mit Inas Familie und grosses Fischessen vor dem Badespass.
Danach Abschied von Familie und weiterfahrt zum Zeltplatz von Puerto de Santa Maria.
27. Juli: Wir haben uns noch Mal in Ruhe Cadiz angeschaut und noch etwas gebadet. Dabei haben wir in der Sonne alledings etwas Zeit vertroedelt und dann auch noch die Entfernung von Cadiz nach Huelva unterschaetzt. Folge: Ziemliche stressige Fahrt, aber dafuer netter Campingplatz suedlich von Huelva im Naturschutzgebiet (ein paar Kilometer hinter der Chemiefabrik...)
28. Juli: Fantastischen Strand im Naturschutgebiet nache Mazagenas entdeckt und dort viel Sonne getankt und mit dem Meer gerungen. Ina hat derweil ihrer Passion, dem Muschelnsammeln gefroehnt...
Weiterfahrt nach Tavira, wo wir auf die vorgelagerte Insel uebergesetzt haben. Sehr netter Zeltplatz da, leider durch die Hochsaison sehr voll und vorallem mit Partymachenden Jugedlichen besetzt. Mit einer Flasche Rotwein am Pier Sterne geguckt.
29. Juli: Wir haben die Sehenswuerdigkeiten von Tavira besichtigt und sind weiter nach Olhao gefahren. Sehr frueh einen netten Platz zum zelten gefunden und dort etwas relaxt. Strandspaziergang in der Abendsonne gemacht. Am Abend gabs dann lecker Reis mit Bohnen..., ganz wie damals in Afrika ;-)
Wie auch immer: Endlich Portugal!
30. Juli:
Wir haben einen Abstecher nach Faro gemacht und sind dann ueber Loule nach Lagos gefahren. Lagos, die Stadt meiner Kindheit. Zu allererst haben wir das Zelt aufgebaut, leider ist der Platz ziemlich mieserabel. Aber wir wollen ja nur schlafen da. Dann fix an den Strand Don Camilo! Herrlich! Es hat sich fast nichts veraendert, seit ich als Kind da war!
Habe es sehr genossen. Am Abend sind wir durch Lagos gestreift und haben Seezunge gegessen. Mein absoluter Lieblingsfisch!
31. Juli: Haben den groessten Teil des Tages am "Piratenstrand" verbracht, ein Geheimtip der Familie Lindner! Ganz abgelgen und einsam mitten in Felsenkueste versteckt. Einfach genial.
Schliesslich haben wir uns doch auf gemacht, sind die Steilkueste wieder hochgeklettert und mit Felipe ueber Hoppelpisten am Meer entlanggefahren bis zu unserem schoensten Campingplatz bei Salema. Wir konnten uns eine Stunde nicht einigen, wo die schoenste Parcelle ist!
1. August: Nach dem Fruehstueck zur Kueste gefahren und haben dort bei starkem Wind eine kleine Wanderung gemacht. Das war echt toll und landschaftlich berauschend!
Noch an 2 Straenden gebadet. Ein letztes Mal richtiges Atlantikmeer, dementsprechend auch arschkalt...
Am Abend sind wir zum "Ende der Welt" gefahren, zum westlichsten Punkt Kontinentaleuropas und haben dort die Sonne im Meer versinken sehen! Echt schoen...
2. August: Jetzt geht es weiter nach Norden. In Vilanova des Milfontes noch in der Flussmuendung gebadet (Das zaehle ich nicht wirklich als Meer, obwohl die Flut das Salzwasser hinengedrueckt hat). Am Nachmittag erreichten wir endlich nach langer Fahrt Lissabon. Mit der Strassenbahnlinie 28 (Design 1920), durch die Innenstadt gegondelt. Eigentlich wollten wir noch vor Einbruch der Dunkelheit unser Zelt aufbauen, doch ein winziger Kartenlesefehler meinerseits liess uns zu frueh von der Autobahn abbiegen und stundenlang bei Dunkelheit durch portugiesische Doerfer gondeln. Hab ich mich geaergert. Der Platz waere sonst so leicht zu finden gewesen!
3. August: Bin etwas erkaeltet. Scheissklimanlagen! Hoffe ich kuriere das schnell wieder aus!
Hab noch etwas im Zelt gedoest, bevor wir wieder zurueck in die Stadt gefahren sind. Lissabon ist echt eine tolle Stadt, zu schde, dass wir so wenig Zeit fuer sie eingplant haben...
Aber da wir unseren Platz ja schon hatten, konnten wir die Abendstimmung in der Stadt wunderbar geniessen.
4. August: Anstrengendster Tag bis jetzt: Immer noch etwas krank 6 1/2 Stunden von Lissabon nach Sevilla gefahren. Dort ein letztes Mal gekocht am Ufer des Guadalquivir. Leider direkt in einem Zigeunerlager. Das ist uns dann aber erst viel zu spaet aufgefallen. War aber noch ganz spannend. nachdem wir unser gepaeck eingelagert haben, haben wir uns schweren Herzens von Felipe getrennt, sind noch etwas durch Sevilla geschlendert und dann ueber Nacht nach Madrid gefahren!
Das wars erst Mal! In Israel habe ich besseren Netzzugang, da gibts haeufiger updates!
Wir hatten bis jetzt einen soo tollen Urlaub und haben soo viel gemacht und gesehen, dass fuer Internet quasi keine Zeit blieb. Daher jetzt mal eine Zusammenfassung unserer bisherigen Reise:
23. Juli: Erster Tag in Spanien. Wir haben bei Inas Eltern und Geschwistern im Bungalow mitgewohnt, was sehr spassig war: 4 kleine Baelger zwischen 9 Jahren und 9 Wochen. Strandtag in der Naehe von Marbella. Wunderbar endlich mal wieder im Meer zu schwimmen, besonders bei etwas Seegang!
24. Juli: Familienausflug im grossen Van nach Ronda, einer uralten, kleinen Stadt, die auf 2 Felsplateaus gebaut wurde, die durch eine gewaltige Steinbruecke mit einander verbunden sind.
25. Juli: Ina und ich haben unseren Mietwagen (Ford Fiesta, blau, genannt "El Felipe") abgeholt und sind nach Gibraltar gerauscht. Haette nicht gedacht, dass dieser Felsen diese enormen Ausmasse hat. Ausserdem ist er komplett ausgehoelt und zur Festung ausgebaut. Drumherum ist eine nette englische Kleinstadt mit einer netten kleinen Fussgaengerzone. Mit roten Telefonzellen, Briefkaesten und Bobbies. Unser Abstecher nach Grossbritannien. Danach an der Kueste Andalusiens lang bis zu einem Campingplatz an einem wunderbaren Sandstrand mit gigantischer Duene, wo wir den abend badend verbrachten.
26. Juli: Weiterfahrt zur aeltesten Stadt Westeuropas: Cadiz! Dort Wiedervereinigung mit Inas Familie und grosses Fischessen vor dem Badespass.
Danach Abschied von Familie und weiterfahrt zum Zeltplatz von Puerto de Santa Maria.
27. Juli: Wir haben uns noch Mal in Ruhe Cadiz angeschaut und noch etwas gebadet. Dabei haben wir in der Sonne alledings etwas Zeit vertroedelt und dann auch noch die Entfernung von Cadiz nach Huelva unterschaetzt. Folge: Ziemliche stressige Fahrt, aber dafuer netter Campingplatz suedlich von Huelva im Naturschutzgebiet (ein paar Kilometer hinter der Chemiefabrik...)
28. Juli: Fantastischen Strand im Naturschutgebiet nache Mazagenas entdeckt und dort viel Sonne getankt und mit dem Meer gerungen. Ina hat derweil ihrer Passion, dem Muschelnsammeln gefroehnt...
Weiterfahrt nach Tavira, wo wir auf die vorgelagerte Insel uebergesetzt haben. Sehr netter Zeltplatz da, leider durch die Hochsaison sehr voll und vorallem mit Partymachenden Jugedlichen besetzt. Mit einer Flasche Rotwein am Pier Sterne geguckt.
29. Juli: Wir haben die Sehenswuerdigkeiten von Tavira besichtigt und sind weiter nach Olhao gefahren. Sehr frueh einen netten Platz zum zelten gefunden und dort etwas relaxt. Strandspaziergang in der Abendsonne gemacht. Am Abend gabs dann lecker Reis mit Bohnen..., ganz wie damals in Afrika ;-)
Wie auch immer: Endlich Portugal!
30. Juli:
Wir haben einen Abstecher nach Faro gemacht und sind dann ueber Loule nach Lagos gefahren. Lagos, die Stadt meiner Kindheit. Zu allererst haben wir das Zelt aufgebaut, leider ist der Platz ziemlich mieserabel. Aber wir wollen ja nur schlafen da. Dann fix an den Strand Don Camilo! Herrlich! Es hat sich fast nichts veraendert, seit ich als Kind da war!
Habe es sehr genossen. Am Abend sind wir durch Lagos gestreift und haben Seezunge gegessen. Mein absoluter Lieblingsfisch!
31. Juli: Haben den groessten Teil des Tages am "Piratenstrand" verbracht, ein Geheimtip der Familie Lindner! Ganz abgelgen und einsam mitten in Felsenkueste versteckt. Einfach genial.
Schliesslich haben wir uns doch auf gemacht, sind die Steilkueste wieder hochgeklettert und mit Felipe ueber Hoppelpisten am Meer entlanggefahren bis zu unserem schoensten Campingplatz bei Salema. Wir konnten uns eine Stunde nicht einigen, wo die schoenste Parcelle ist!
1. August: Nach dem Fruehstueck zur Kueste gefahren und haben dort bei starkem Wind eine kleine Wanderung gemacht. Das war echt toll und landschaftlich berauschend!
Noch an 2 Straenden gebadet. Ein letztes Mal richtiges Atlantikmeer, dementsprechend auch arschkalt...
Am Abend sind wir zum "Ende der Welt" gefahren, zum westlichsten Punkt Kontinentaleuropas und haben dort die Sonne im Meer versinken sehen! Echt schoen...
2. August: Jetzt geht es weiter nach Norden. In Vilanova des Milfontes noch in der Flussmuendung gebadet (Das zaehle ich nicht wirklich als Meer, obwohl die Flut das Salzwasser hinengedrueckt hat). Am Nachmittag erreichten wir endlich nach langer Fahrt Lissabon. Mit der Strassenbahnlinie 28 (Design 1920), durch die Innenstadt gegondelt. Eigentlich wollten wir noch vor Einbruch der Dunkelheit unser Zelt aufbauen, doch ein winziger Kartenlesefehler meinerseits liess uns zu frueh von der Autobahn abbiegen und stundenlang bei Dunkelheit durch portugiesische Doerfer gondeln. Hab ich mich geaergert. Der Platz waere sonst so leicht zu finden gewesen!
3. August: Bin etwas erkaeltet. Scheissklimanlagen! Hoffe ich kuriere das schnell wieder aus!
Hab noch etwas im Zelt gedoest, bevor wir wieder zurueck in die Stadt gefahren sind. Lissabon ist echt eine tolle Stadt, zu schde, dass wir so wenig Zeit fuer sie eingplant haben...
Aber da wir unseren Platz ja schon hatten, konnten wir die Abendstimmung in der Stadt wunderbar geniessen.
4. August: Anstrengendster Tag bis jetzt: Immer noch etwas krank 6 1/2 Stunden von Lissabon nach Sevilla gefahren. Dort ein letztes Mal gekocht am Ufer des Guadalquivir. Leider direkt in einem Zigeunerlager. Das ist uns dann aber erst viel zu spaet aufgefallen. War aber noch ganz spannend. nachdem wir unser gepaeck eingelagert haben, haben wir uns schweren Herzens von Felipe getrennt, sind noch etwas durch Sevilla geschlendert und dann ueber Nacht nach Madrid gefahren!
Das wars erst Mal! In Israel habe ich besseren Netzzugang, da gibts haeufiger updates!
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